Hickman auf Salzburgerisch
Umsetzung
Wir wollen das Experiment eines ethisch sensiblen Lebens auf Salzburg umsetzen und dabei im Vergleich zu Hickmans Projekt drei Veränderungen vornehmen:
Erstens wollen wir das Leben auf verschiedene Bereiche aufteilen, sodass gezielter Informationen gesammelt werden können. Diese Bereiche sind u.a.: Kleidung, Kosmetika, Ernährung, Chemikalien im Haushalt, Reisen und Transport, Freizeitgestaltung, Müll, Feiergewohnheiten (z.B. Geburtstagsgeschenke), Leben mit Kindern, Umgang mit Informationen (Zeitungen, Fernsehen), Energieverbrauch im Alltag, Möbel und Innenraumgestaltung, Hausbau und Wohnen, Medikamente/Krankheit/medizinische Versorgung. Diese Liste lässt sich natürlich fortsetzen, wenn jemand weitere Anliegen hat. Dabei ist auch klar, dass ein Bereich mit anderen zusammenhängt und die Entscheidung für einen Bereich nur die Wahl eines Schwerpunktes, nicht aber die Entscheidung für einen exklusiven Kontext ist.
Zweitens wollen wir im Gegensatz zu Hickman auch systematisch auf unsere Ergebnisse reflektieren, das Ganze wissenschaftlich begleiten und einbetten in die ethischen Diskussionen. Dies ist gerade in Konfliktsituationen hilfreich, wie etwa im Falle der angesprochenen Abwägung zwischen „Fair Trade“ Produkten der Dritten Welt und lokalen Bioprodukten.
Drittens wollen wir das Experiment auf sechs Monate beschränken – wir wollen ziemlich rasch beginnen, nämlich am 1. März 2007 (um auch die Spontaneität des Ganzen zu wahren) und bis 31. August 2007 eine Reihe von Erfahrungen sammeln.
Diese Erfahrungen zusammen mit den systematisch ethischen Überlegungen und der wissenschaftlichen Begleitreflexion, um die wir uns eigens kümmern werden, wollen wir in Form eines Buches und eines Kurses bzw. einer Reihe von Veranstaltungen präsentieren. Und natürlich konkret aufzeigen, was in Richtung eines ethisch sensiblen Lebens möglich ist.
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